Bei unserer Sitzung am 04.05.2009 wollten wir uns bei strahlendem Sonnenschein zu einem Hörspaziergang aufmachen. Wir stellten uns paarweise auf, einem Kind wurden die Augen verbunden, das andere Kind sollte seinen Partner auf dem Spaziergang führen.

Was kann man alles hören, wenn man nichts mehr sieht? Die Kinder waren ganz neugierig. Gleich zu Beginn der Wanderung wurde es schon spannend: Würden wir mit verbundenen Augen die vielen Stufen zum Schulhof schaffen? Die führenden Kinder zeigten sich aber sehr einfühlsam, sodass alles gut ging. Doch mit verbundenen Augen dauert alles viel länger.

Draußen angekommen fielen zunächst einmal die vielen Vogelstimmen auf. Bald kamen wir an die Straßenbahnlinie und sofort kamen auch zwei Bahnen angerauscht. Im Hintergrund war eine Laub-Blasmaschine zu hören, Radfahrer und Fußgänger kamen vorbei und wunderten sich.

Wir marschierten über Asphalt, Rasen, Sand, Kies und Straßenbahnschienen. Auf halbem Weg wurde gewechselt.

Im Anschluss durften die Kinder von ihren Erfahrungen berichten. Viele verschiedene Geräusche wurden genannt. Die Kinder waren irritiert, als sie erfuhren, wo wir genau waren. Viele hatten vollkommen die Orientierung verloren, obwohl sie die Schulumgebung genau kennen. Gleich kam auch der Vorschlag, so etwas in der Art auf dem Schulfest anzubieten. Nun gilt es, Ideen zu sammeln.

Ohrenspitzer unterwegs

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